• felix

Das schnellste Eis der Welt!

Am 25. Januar gingen für mich die letzten Vorbereitungen für die Einzelstrecken Weltmeisterschaften 2020 los. Die WM fand vom 13. bis 16. Februar in Salt Lake City/ USA statt.

Um uns optimal vorzubereiten sind wir schon 3 Wochen vorher angereist, (teilweise noch eher) denn diese Eisbahn ist anders alle anderen.


Zum Einen liegt sie auf einer Höhe von über 1400m. Mal zum Vergleich, Erfurt liegt auf einer Höhe von knapp 200m. Dieser immense Höhenunterschied und die Zeitverschiebung von 8 Stunden machen es nötig dem Körper genug Zeit zu geben um sich anzupassen.



Zum Anderen ist das "Utah Olympic Oval" für das schnellste Eis der Welt bekannt, hier wurden und werden die meisten Weltrekorde gelaufen. Auch das erfordert eine gewisse Anpassung, denn die Rundenzeiten sind schneller und die Geschwindigkeiten höher.

Nach ca. einer Woche war ich auf alles gut eingestellt und die Form wurde jeden Tag besser. Für meine Vorbereitung von Vorteil war auch, dass wir eine Küche in unserem Zimmer hatten und ich, wie auch jeden Tag zu Hause, selbst kochen konnte.



Nach einem inoffiziellen Trainingswettkampf ging es für das National Team am 5. Februar nochmal für einen Abstecher nach Calgary/ Kanada. Dort fand der 5. Weltcup der Saison und somit die Generalprobe (eine Woche vor der WM) statt.




Auch Calgary ist für schnelles Eis bekannt und ich war sehr motiviert meine Bestzeit auf den 5.000m nach unten zu drücken. Das gelang mir auch, meine neue Bestzeit steht bei 6:23,89 min. Ich hatte mir zwar noch ein bisschen mehr vorgenommen, allerdings ist das nunmal mein derzeitiger Leistungsstand und ich muss mir für die kommende Saison überlegen wie ich da noch eine Schippe drauf legen kann.


Am Montag sollte es für uns zurück nach Salt Lake City gehen, schließlich begann am Donnerstag die WM. Wir sind gegen 11 Uhr vom Hotel in Richtung Flughafen aufgebrochen. Beim Security Check kamen erste Zweifel auf ob wir den Flug noch schaffen, denn die Schlange schien endlos lang. Nachdem wir 2 Stunden mit Warten beim Check-in und Security Check verbracht haben, waren alle fast pünktlich im Flugzeug. Die Einzigen die offenbar gefehlt haben.... war die Crew!!

Alle paar Minuten kamen über die ON-board Lautsprecher Begründungen warum wir noch warten müssen, ich habe mir nicht alle gemerkt. Nach 2 Stunden im Flugzeug wartend, wurde uns mitgeteilt, dass wir wieder von Board gehen sollen und wir auf einen anderen Flug umgebucht werden. In der Gepäckhalle haben wir weitere 2 Stunden auf unser Gepäck gewartet und uns war klar... "Heute fliegen wir nicht mehr."

Gegen 19Uhr waren wir in einem Flughafenhotel, indem wir die Nacht verbrachten um am nächsten Vormittag endlich nach Salt Lake zurück zu fliegen.

Der Check-in, Security Check und der Flug verliefen reibungslos, jedoch kam das meiste Gepäck nicht mit. Zum Glück war es uns erlaubt unsere Schlittschuhe mit ins Handgepäck zu nehmen, sodass wir zumindest noch aufs Eis gehen konnten.

Am Abend wurde das fehlende Gepäck ins Hotel geliefert.


Am Donnerstag ging es endlich mit der WM los, der wichtigste Wettkampf der Saison.

Es qualifizieren sich nur die besten der Welt für die jeweilige Strecke. Mein Start im Massenstart war erst am Sonntag, sodass ich die meisten Entscheidungen live in der Halle anschauen konnte.

Die 10.000m waren wieder besonders spannend, weil Patrick nachdem er im letzten Jahr 0,002 Sekunden an Bronze vorbeigelaufen ist, in diesem Jahr mit einem Mega Lauf Bronze gewonnen hat.


Am Sonntag war der Massenstart der letzte Wettkampf der WM. Ich war zwar etwas entspannter als im letzten Jahr in Inzell, jedoch trotzdem noch sehr aufgeregt. Beim Massenstart kann soviel passieren, mit dem man vorher nicht rechnet. Genauso ist es auch gekommen, die Ausreißer-Gruppe konnte vom Hauptfeld nicht mehr eingeholt werden. Ich hatte mich mit den Trainern darauf verständigt etwas später im Rennverlauf eine Attacke zu setzen, deshalb habe ich mich so kraftschonend wie möglich im Hauptfeld aufgehalten, in der Hoffnung, dass die Ausreißer eingeholt werden. Aber so ist es im Massenstart, die eigene Taktik geht nicht immer auf und man benötigt auch etwas Glück. Nichts desto trotz konnte ich die hohen Geschwindigkeiten mitlaufen, was mir viel Selbstvertrauen für die kommenden Massenstart Wettkämpfe gibt.


Nächste Woche steht noch das Weltcup Finale in Heerenveen/ Niederlande an.

Auch dort trete ich wieder im Massenstart an. Ich hoffe die Halle ist wieder so voll wie bei der EM.


Danach geht eine lange Saison zu Ende und bevor ich zurück in den Arbeitsalltag gehe, steht eine kurze Regenerationsphase und Urlaub auf dem Plan.
















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