• felix

Von Weißrussland nach Japan

Die erste Saisonhälfte ist tatsächlich schon wieder vorbei, kaum zu glauben wie schnell die Zeit in den vergangenen Wochen verflogen ist.

Über Weihnachten war ich zu Hause in Lauenhain bei meiner Familie und hatte da auch etwas Zeit die Eindrücke der Weltcup Reisen zusammen zufassen.

Wer keine Lust auf soviel Text hat, das Wichtigste steht ganz unten :)



1.Weltcup Minsk/Weißrussland


Nach der Deutschen Meisterschaft ging es am Dienstag von Inzell aus gleich nach Minsk.

In Weißrussland war ich nun bereits zum 4.Mal, also kannte ich die Eishalle schon ganz gut. In Minsk ist alles sehr groß und weitläufig gebaut, so auch die Hotelzimmer. Da konnte man bequem auf der Radrolle trainieren ohne, dass das ganze Zimmer blockiert war. Während der Weltcup Reisen habe ich mir das Zimmer mit Patrick geteilt.



Meinen ersten Einsatz hatte ich am Freitag über 5.000m(B-Gruppe). Der Lauf war nicht schlecht aber ich denke ich habe noch mehr drauf (Platz 14).

Am Samstag ging es weiter mit dem Halbfinale im Massenstart.

Naja... leider hat es nicht fürs Finale gereicht (die ersten 8 pro Halbfinale qualifizieren sich fürs Finale) aber erstaunlicher Weise konnte ich die hohen Geschwindigkeiten mitlaufen und das ist viel wert!



2.Weltcup Tomaszów/Polen


Von Minsk ging es am Montag direkt weiter nach Tomaszów. Übrigens wenn man als Eisschnellläufer die Zeit nicht gerade auf dem Eis verbringt, dann verbringt man sie in Bussen, Flugzeugen oder am Flughafen....

Am Flughafen waren fast nur Eisschnellläufer anzutreffen und die wollten alle nach Polen. Und fast alle haben neben zwei Gepäckstücken auch noch einen Radkoffer dabei. Erfahrungsgemäß dauert es dann sehr lange bis alle eingecheckt und die Radkoffer am Sperrgepäck Schalter abgegeben haben. Meistens muss das Extragepäck vor Ort bezahlt werden, was nicht gerade Zeit spart, da man die Boardkarten auch erst bekommt wenn alles bezahlt ist.

In Warschau am Flughafen angekommen, stellten dann nicht nur wir, sondern auch die Teams aus Norwegen, Großbritannien, Niederlande, Neuseeland, Japan und Italien fest, dass zwar alle Radkoffer angekommen sind, jedoch die meisten Taschen (ca.80) nicht!

Und jetzt ratet mal wo meine Schlittschuhe und Sportklamotten waren...

Ich konnte also am Dienstag nicht wie geplant aufs Eis gehen und musste mir ein paar Sachen von Hendrik und Stefan borgen.

Dienstag Abend um 23:30 Uhr kamen dann zum Glück alle fehlenden Gepäckstücke.




Am Freitag begann für mich der 2. Weltcup wieder mit den 5.000m. Der Lauf war ähnlich wie in Minsk aber die Platzierung war etwas besser (10).

Wie eine Woche zuvor war am Samstag das Massenstart Halbfinale. Diesmal wollte ich unbedingt Punkte holen und so entschied ich mich, auf die erste Zwischenwertung (nach 4 Runden) zu gehen.

Das Rennen ist nach der ersten Runde relativ langsam, das nutzte ich um einen Antritt zu machen um vom Feld wegzukommen. das hat besser funktioniert als gedacht und glücklicher Weise haben sich Artur Janicki (Polen) und Arjan Stroetinga (Niederland) mir angeschlossen. Wir haben kommuniziert, dass wir zusammen arbeiten und das Rennen zu dritt durchlaufen. Wir haben uns jede halbe Runde mit der Führung abgewechselt um das Tempo hochzuhalten. Dadurch kam das Hauptfeld nicht mehr heran und ich konnte mir Platz 3 im Halbfinale sichern.

Das bedeutete noch am gleichen Tag konnte ich das Finale laufen.

Im Finale war das Tempo von Anfang an hoch. Mir gelang es im ersten und im dritten Zwischensprint Punkte zu holen. Das bedeutete am Ende Platz 9!



3.Weltcup Nur-Sultan/Kasachstan



Mit einer Woche Pause und Training in Erfurt ging es für die deutsche Nationalmannschaft weiter nach Nur-Sultan (früher Astana). Von der Halle dort hatte ich schon viel gehört und nun konnte ich sie selbst sehen. Die Halle ist definitiv eine der schönsten Eishallen die ich bisher gesehen habe. Die ganze Stadt ist sehr modern und groß gebaut, ähnlich wie in Minsk. Verwunderlich war, dass man kaum Menschen gesehen hat, nicht mal im Einkaufszentrum oder in der Innenstadt.Es wirkte fast wie eine Geisterstadt. Das liegt wohl daran, dass die Stadt vielmehr Wohnkapazität hat als Manschen dort leben. Das hat sich dann leider auch bei den Zuschauerzahlen an den Wettkampftagen bemerkbar gemacht.


Weltcup Nummer 3 bedeutete auch 10.000m statt 5.000m.

Bei den 10.000m muss man, von Anfang an, in einen Flow kommen um auf den 25 Runden ein guten Ergebnis zu erreichen. Bei mir war es wohl eher ein besserer Trainingslauf. Da ist noch viel Luft nach oben. Wobei mein Hauptaugenmerk auch auf den 5.000m und auf dem Massenstart liegt.



4.Weltcup Nagano/Japan



Nach einer 26 stündiger Reise von Nur-Sultan aus über Moskau, sind wir in Nagano, der Olympiastadt von 1996 angekommen. Japan hat mir letztes Jahr schon sehr gut gefallen. Alles ist eher klein aber sehr ordentlich und gut organisiert. Auch die Menschen sind hier sehr freundlich und hilfsbereit. Hier wird man bei der Passkontrolle am Flughafen mit einem Lächeln begrüßt im Gegensatz zur Passkontrolle in Minsk oder Kasachstan.



Am Freitag begann für mich der letzte Wettkampf in der ersten Saisonhälfte und außerdem war es die letzte Möglichkeit sich für die Einzelstrecken EM und WM zu qualifizieren.


Am Sonntag war für mich das abschließende 5.000m Rennen. Wie schon bei den bisherigen Läufen der Saison war das Ergebnis nicht schlecht aber darüber freuen kann man sich auch nicht. Immerhin weiß ich jetzt wo der Fehler liegt und woran ich arbeiten muss.




Im Massenstart Halbfinale konnte ich nur einen Punkt holen und wurde 10.

Fürs Finale hat es somit nicht gereicht aber ich konnte Platz 16 im Gesamtweltcup absichern und somit habe ich mich für die Einzelstrecken EM und WM qualifiziert, sowie für das Weltcup Finale!

Ich melde mich wieder im neuen Jahr ;)


Ich wünsche euch einen guten Rutsch und bleibt sportlich,


euer Felix

5.000/10.000m


WC 1: Platz 14 (B) - 6:32,42min

WC 2: Platz 10 (B) - 6:33,05min

WC 3: Platz 14 (B) - 13:36,39min

WC 4: Platz 12 (B) - 6:30,47min



Massenstart


WC 1: Platz 16 (HF)

WC 2: Platz 3 (HF) - Platz 9 (F)

WC 3: /

WC 4: Platz 10 (HF)



qualifiziert für:


Einzelstrecken-EM Massenstart

Einzelstrecken-WM Massenstart

Weltcup Finale Massenstart



Was kommt als Nächstes?


10. - 12. Januar 2020 Europameisterschaft Einzelstrecke (Heerenveen/ NED)

07. - 08. Februar 2020 5. Weltcup (Calgary, CAN)

13. - 16. Februar 2020 Weltmeisterschaft Einzelstrecke (Salt Lake City/USA)

07. - 08. März 2020 Weltcup Finale (Heerenveen/NED)


Fotocredits: Hendrik Dombek / Marion Grumbd



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"Maximaler Einsatz - Maximaler Erfolg"

                                           

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